Seit über 15 Jahren bietet das Innsbrucker Philosophische Café eine Plattform für die vorurteilsfreie, lebendige Auseinandersetzung mit Themen außerhalb der "Elfenbeintürme" der Universitäten. Auch dieses Semester geben uns in vier Veranstaltungen Experten und Expertinnen kritische Impulse und dies nicht im Sinne des Vermittelns von Information von Wissenden an Unwissende, sondern in Form eines Gesprächs. An einem Ort, der Menschen nicht in Ehrfurcht erstarren lässt, sondern an dem geredet, getrunken, debattiert wird – ein Ort, der allen zugänglich ist.

Wir freuen uns, in Kooperation mit uni.com, der Volkshochschule und "Die Bäckerei" folgendes Programm für das Wintersemester bekannt zu geben:

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Termine und Referenten:

Donnerstag, 3. März 2016, 18:00-20:00 Uhr
Schwarze Schafe, böse „Buben“ – warum sie für die Philosophie unentbehrlich sind
a.o. Univ.-Prof. Dr. Christian Kanzian, Institut für Christliche Philosophie

Donnerstag, 28. April 2016, 18:00-20:00 Uhr
Jeder will alt werden, aber keiner will es sein: Zur Aktualität von Simone de Beauvoirs Altersethik
Mag. Esther Redolfi Widmann

Donnerstag, 12. Mai 2016, 18:00-20:00 Uhr
Evolution der Moral
Dr. Gerhard Medicus, Facharzt für Psychiatrie am Landeskrankenhaus in Hall i.T. von 1994 bis 2015, seit 1988 Freier Mitarbeiter in der Gruppe Human-Ethologie in der Max-Planck-Gesellschaft in Andechs/Seewiesen und seit 1990 Lehrbeauftragter an der Universität Innsbruck.

Donnerstag, 30. Juni 2016, 18:00-20:00 Uhr
Das verschuldete Selbst. Reden über Schulden als Subjektivierungsweise
Assoz.-Prof. Dr. Silke Meyer, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck

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In einem öffentlich zugänglichen Raum werden Themen diskutiert, die nicht nur ExpertInnen und SpezialistInnen, sondern viele Menschen beschäftigen. Alle, die Interesse an einer Auseinandersetzung über diese Themen, die Interesse am Dialog 'über Gott und die Welt' mitbringen, sollen daran teilnehmen.

Das Philosophische Café entstand 1992 in Paris aus einem kleinen Diskussionskreis des Philosophen Marc Sautet. Bis zu seinem Tod im Jahr 1998 moderierte Sautet jede Woche im 'Café des Phares' philosophische Diskussionen, bei denen alle Interessierten mitdiskutieren konnten. Inzwischen gibt es zahlreiche Philosophische Cafés in Paris, in ganz Frankreich und in vielen anderen Ländern.

'Der Philosoph hat keine fertigen Antworten. Er muß vor allem zuhören, in Frage stellen, zum Denken anregen.' (Marc Sautet)